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Geschichte |
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Bulgarien gehcrt zu den Ländern mit den ältesten Weinbautraditionen im europäischem Raum. Die Sonne, die Reben und der Wein sind Symbole des Landes seid Jahrtausenden. Archäologische Funde beweisen, daß bereits vor 5000 Jahren auf dem Territorium des heutigen Bulgariens Wein angebaut wurde. Rebstöcke wurden vom Nahen Osten nach Bulgarien gebracht. Die Rebkultur hat sich vermutlich über das Mariza-Tal und den alten bulgarischen Häfen am Schwarzen Meer über das Land verbreitet. Erst im frühen Mittelalter breitete sich der Weinanbau auf das übrige Europa aus. Die frühesten Siedler auf der Balkanhalbinsel - die Thraker, haben die Reben aus dem Nahen Osten ins Land gebracht. In der klassischen Antike waren die Thraker als hervorragende Weinbauer und Winzer bekannt. Schon Homer hat in seiner „Odyssee" die köstlichen Weine aus den thrakischen Gebieten gelobt. Er erzählt vom thrakischen Führer Maron, der Odysseus mit 12 Amphoren göttlichen Weins beschenkte. Für die Thraker, wie auch für die ganze antike Welt, war der Wein ein göttliches Elixier, welches Kraft, Tapferkeit und Inspiration verleiht. Der thrakische Gott der Fruchtbarkeit und des Weins, Dionysos, war einer der beliebtesten und geehrtesten Götter der hellenischen und römischen Mythologie. Zur Zeit des frühen Römischen Reiches wurden die Weine nach Griechenland, Sizilien, Ägypten und Kleinasien geliefert. Der Ruhm der thrakischen Weine breitete sich schließlich im gesamten Römischen Reich aus. Im Gegenzug übernahmen die Thraker von den Rcmer neue Weinbau- und Keltermethoden. Das 681 gegründete Bulgarien trat 865 der christlichen Kirche bei und setzte sich allmählich als mächtiger Staat durch. Die slawischen Stämme und die Protobulgaren, die den Staat gründeten, fanden auf der Balkanhalbinsel das jahrtausendalte kulturelle Erbe der Thraker, Römer und Byzantiner vor. Im Mittelalter waren es vor allem die Kirchen und Klöster, welche die entscheidende Rolle beim Erhalt und Weiterführung einer langen Tradition hatten. In einigen der ältesten und bedeutendsten Klöster Bulgariens haben die Mönche über Jahrhunderte hervorragende Rotweine auf höchstem Niveau gekeltert. In den kühlen Klosterkellern sind neue Maßstäbe für die Weinkelterung entstanden. Das Wissen und die Erfahrung der Mönche haben sich die Hof-Weinmacher in den alten bulgarischen Hauptstädten - Pliska, Preslav und Turnovo zunutze gemacht. Verdientermaßen wird der bulgarische Weinbau von den Fachleuten als Wiege des abendländischen Weines bezeichnet. Der türkische Einzug auf dem Balkanhalbinsel und die endgültige Unterwerfung Bulgariens im Jahre 1396 hemmten jahrhundertelang die Weiterentwicklung. Dank dem tiefwurzelnden Traditionsbewußtsein und dem festen Willen des bulgarischen Volkes, konnten seine Sprache, die Kyrillische Schrift, die christlich-orthodoxe Religion, sowie die jahrtausendalten Bräuche, Wissen, Erfahrung und Kultur erhalten werden. Wieder spielten dabei die Klöster die entscheidende Rolle. Während der bulgarischen Renaissance Ende des 18-ten und im 19-ten Jahrhundert und erst recht nach der Befreiung Bulgariens vom türkischen Joch im 1878, haben sich die Beziehungen des Landes zum übrigen Europa sprunghaft entwickelt. Neben den traditionellen alten bulgarischen Rebsorten wie Pamid, Mavrud, Melnik, Gamza - (rote Sorten) und Misket, Rikat und Dimjat (weiße Sorten), wurden vor allem französische Rebsorten wie z.B. Cabernet und Merlot, eingeführt. Unter den, insbesondere auch für den Weinanbau, hervorragenden klimatischen Bedingungen, sowie die dazu bestgeeigneten Böden, konnten auch diese Rebsorten gut gedeihen. Eine weitere Besonderheit dieser, für den Weinbau bestens geeigneten Landschaft, sind die, in nächster nähe der Weinberge, in Überfluß wachsenden Kräuter, Blumen und Wildfrüchte. Gerade diese Aromanoten verleihen den bulgarischen Weine eine Exquisität, die seit der klassischen Antike von Kennern geschätzt wird.
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